Kaffee in Gastronomie und Hotellerie: Die passende Ausstattung für unterschiedliche Ausgabekonzepte
Am 1. Oktober wird in Deutschland der Tag des Kaffees gefeiert. Der Aktionstag wurde 2006 vom Deutschen Kaffeeverband ins Leben gerufen. Im Jahr 2026 findet er bereits zum 21. Mal statt und wird gemeinsam mit dem International Coffee Day gefeiert.¹
Im Außer-Haus-Markt spielt Kaffee nach wie vor eine bedeutende Rolle. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 125.500 Tonnen Kaffee außer Haus konsumiert. Damit wurde ein neuer Höchststand beim Außer-Haus-Konsum erreicht.²
Für Gastronomie, Hotellerie und andere gewerbliche Bereiche gehört Kaffee deshalb weiterhin zu einem relevanten Getränkeangebot. Bei der Auswahl der Ausstattung sind jedoch nicht nur die Eignung der Kaffeemaschine, sondern auch weitere Faktoren zu berücksichtigen. Ebenso entscheidend ist die gewünschte Zubereitungsmenge. Zudem ist die Organisation der späteren Ausgabe zu berücksichtigen.
Ein Frühstücksbuffet stellt dabei andere Anforderungen als ein Café, eine kleinere Kaffeeausgabe oder ein Tagungsbereich. An dieser Stelle unterscheiden sich die verschiedenen Gerätekonzepte.
Kaffeeausgabe nach dem tatsächlichen Bedarf planen
Die Art und Weise der Kaffeeausgabe kann sich in Abhängigkeit vom jeweiligen Betrieb deutlich unterscheiden.
Für die Bewirtung der Gäste mit Frühstück in einem Hotel ist die Bereitstellung von vielen Tassen innerhalb eines begrenzten Zeitraums erforderlich. In einem Café oder einer kleineren gastronomischen Einrichtung kann der Bedarf dagegen stärker über den Tag verteilt sein. Bei Tagungen oder Besprechungen stellt sich zudem die Frage, ob der Kaffee unmittelbar an der Maschine oder an einem separaten Punkt bereitgestellt werden soll.
Daher ist nicht allein die gesamte Kaffeemenge ausschlaggebend. Des Weiteren ist es von entscheidender Bedeutung, den Zeitpunkt der benötigten Leistung sowie die anschließende Bereitstellung zum Gast zu kennen.
Für Fachhändler bietet diese Betrachtung eine gute Grundlage für die Beratung. Die Größe der Maschine ist nicht automatisch ein Indikator für ihre Effizienz. Für den Erfolg ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Zubereitungsmenge und die Ausgabe zum tatsächlichen Betriebsablauf passen.
Größere Kaffeemengen zentral bereitstellen
Für Anwendungen mit einem höheren Bedarf an Filterkaffee bieten Rundfiltermaschinen ein anderes Prinzip als Kaffeemaschinen mit einzelnen Kannen.
Bei den Modellen SAROMICA 6005, SAROMICA 6010 und SAROMICA 6015 wird der Kaffee direkt in einem größeren Behälter zubereitet und anschließend über einen Sicherheitszapfhahn ausgegeben.
Die drei Modelle unterscheiden sich vor allem in ihrer Kapazität:
• SAROMICA 6005 mit 6,75 Litern beziehungsweise etwa 40 Tassen
• SAROMICA 6010 mit 10 Litern beziehungsweise etwa 70 Tassen
• SAROMICA 6015 mit 15 Litern beziehungsweise etwa 100 Tassen
Die Staffelung der Größe ermöglicht eine Anpassung an den tatsächlichen Mengenbedarf.
Ein klassisches Beispiel ist das Hotel-Frühstücksbuffet, bei dem innerhalb eines überschaubaren Zeitfensters eine größere Menge Filterkaffee bereitstehen soll. Das Prinzip erweist sich auch in Cafés als interessant, sofern größere Mengen Kaffee zentral zubereitet und ausgegeben werden. Beide Bereiche gehören zu den vorgesehenen Anwendungen der Geräte.

Alle drei Modelle sind mit getrennten Heizsystemen für Brühfunktion und Warmhaltung ausgestattet. Ein Peilglas erleichtert die Kontrolle des Füllstands. Für die Zubereitung wird ein feinmaschiger Filterkorb für grob gemahlenen Kaffee verwendet, wodurch zusätzliches Filterpapier nicht erforderlich ist.
Der wesentliche Unterschied zur Kaffeemaschine mit einzelnen Kannen liegt im Ablauf: Eine größere Menge wird in einem Behälter gebrüht, warmgehalten und direkt daraus ausgegeben.
Insbesondere in Fällen, in denen eine große Anzahl an Personen innerhalb eines bestimmten Zeitraums mit Filterkaffee versorgt werden soll, kann dies vorteilhaft sein.
Kleinere Mengen kannenweise zubereiten
Nicht jede Kaffeeausgabe erfordert einen Vorratsbehälter mit mehreren Litern Fassungsvermögen.
Die SAROMICA K 24 T wurde daher nach einem anderen Prinzip entwickelt. Zum Gerät gehören zwei Glaskannen mit jeweils 1,8 Litern Fassungsvermögen sowie zwei Warmhalteplatten. Die Brühzeit beträgt etwa fünf bis sechs Minuten.

Dadurch lassen sich kleinere Mengen kannenweise zubereiten und auf den beiden Warmhalteplatten bereithalten.
Dieses Prinzip kann beispielsweise zu einer kleineren gastronomischen Kaffeeausgabe passen, bei der regelmäßig Kaffee benötigt wird, eine größere Menge von 6,75 Litern oder mehr aber nicht dauerhaft erforderlich ist. Zudem ist ein Service möglich, bei dem einzelne Kannen bedarfsgerecht vorbereitet werden.
Entscheidend ist nicht die Branche, sondern der Ablauf. Die Anforderungen an eine Kaffeemaschine sind in der Regel abhängig von der Anzahl der Tassen, die gleichzeitig bereitgestellt werden müssen.
Diese Unterscheidung ist insbesondere im Beratungsgespräch von entscheidender Bedeutung, um die Unterschiede zwischen Rundfiltermaschine und klassischer Filterkaffeemaschine zu verdeutlichen.
Wenn Zubereitung und Ausgabe getrennt stattfinden
Die SAROMICA THERMO 24 zeichnet sich durch ein anderes Funktionsprinzip aus. Der Kaffee wird direkt in eine Edelstahl-Isolierpumpkanne mit einem Fassungsvermögen von 2,2 Litern gebrüht. Die Brühzeit beträgt etwa fünf bis sechs Minuten.

Der wesentliche Unterschied zur Variante mit Glaskanne liegt in der anschließenden Bereitstellung. Die Isolierpumpkanne ist für den Einsatz ohne Warmhalteplatte konzipiert und kann nach dem Brühvorgang an einem geeigneten Ausgabepunkt platziert werden.
Dies eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten, bei denen Zubereitung und Ausgabe räumlich voneinander getrennt sind.
Ein Beispiel für ein typisches Szenario ist ein Tagungs- oder Seminarbereich. Die Zubereitung des Kaffees erfolgt außerhalb des Veranstaltungsraums. Anschließend wird der Kaffee in der Pumpkanne an einer Kaffeestation oder im Pausenbereich bereitgestellt.
Das gleiche Prinzip kann auch bei Besprechungen oder kleineren Veranstaltungen Anwendung finden, bei denen Kaffee nicht dauerhaft direkt neben der Maschine ausgeschenkt werden soll.
Auch innerhalb eines Hotels können auf diese Weise verschiedene Ausgabepunkte entstehen. Der entscheidende Vorteil des Gerätekonzepts besteht darin, dass die gefüllte Pumpkanne nicht an eine Warmhalteplatte gebunden ist und flexibel dort positioniert werden kann, wo der Kaffee benötigt wird.
Selbstbedienung als eigener Ausgabebereich
Gerade im Kontext von Tagungen, Frühstücksangeboten oder anderen Selbstbedienungskonzepten ist es häufig nicht ausreichend, lediglich eine Kanne aufzustellen.
Neben dem Kaffee werden Tassen, Becher, Löffel, Rührstäbchen, Milch und Zucker benötigt. Eine Bündelung dieser Komponenten an einem zentralen Punkt führt zu einer übersichtlicheren Darstellung.
Die Kaffeestation LEO 2 wurde speziell für diesen Zweck konzipiert. Sie verfügt über Staufächer für Becher, Löffel, Rührstäbchen, Milch, Zucker und weiteres Zubehör. Kannen mit einem Durchmesser von bis zu 190 Millimetern können in die Station integriert werden. Ein herausnehmbarer Kunststoffeinsatz ermöglicht die Anpassung an unterschiedliche Tassenhöhen. Zusätzlich ist eine herausnehmbare Abtropfschale vorhanden.
In Kombination mit einer passenden Isolierpumpkanne kann so beispielsweise in einem Tagungsbereich, einem Frühstücksbereich oder an einer separaten Selbstbedienungsstation ein kompakter Ausgabepunkt eingerichtet werden.
In diesem Fall wird deutlich, warum die Kaffeeversorgung nicht ausschließlich über die Kaffeemaschine geplant werden sollte. Für den Gast ist am Ende die gesamte Ausgabe von Bedeutung.
Zubehör dort einsetzen, wo es den Ablauf unterstützt
Zudem besteht die Möglichkeit, weiteres Zubehör als Bestandteil einer Kaffeeausgabe zu integrieren. Dabei ist jedoch zu beachten, dass jedes Konzept stets einen konkreten Zweck innerhalb des übergeordneten Konzepts erfüllt.
Ein Beispiel ist der Tassenwärmer ATHOS. Das Modell bietet Platz für ungefähr 72 Tassen und verfügt über zwei Ablagebereiche für Tassen, Untertassen und weitere geeignete Artikel.
Bei einer erhöhten Frequentierung der Kaffeeausgabe können Tassen zentral bereitgestellt werden. Die Notwendigkeit eines solchen Geräts hängt jedoch vom jeweiligen Konzept und der Anzahl der ausgegebenen Tassen ab.
Daneben gehören beispielsweise Isolierpumpkannen, Glaskannen, Warmhalteplatten sowie passendes Korbfilterpapier.
Die sinnvollen Ergänzungen ergeben sich aus der konkreten Ausgabesituation. Eine Selbstbedienungsstation mit Pumpkanne erfordert andere Komponenten als eine Kaffeemaschine, bei der die Glaskannen direkt am Gerät stehen.
Für Fachhändler empfiehlt es sich, den Blick über das einzelne Hauptgerät hinaus zu richten. Die Ergänzung von Zubehör sollte nicht pauschal erfolgen.
Vier Punkte helfen bei der Auswahl
Die verschiedenen Gerätekonzepte lassen sich anhand einiger grundlegender Kriterien voneinander abgrenzen.
Die benötigte Menge bestimmt zunächst, ob einzelne Kannen ausreichen oder größere Mengen gleichzeitig bereitstehen sollen.
Der zeitliche Bedarf gibt Aufschluss darüber, ob Kaffee portionsweise nachgebrüht oder in einer größeren Menge vorbereitet werden soll.
Die Art der Ausgabe ist entscheidend dafür, welche Variante besser in den Ablauf passt: eine Glaskanne mit Warmhalteplatte, ein größerer Behälter mit Zapfhahn oder eine Isolierpumpkanne.
Zu guter Letzt ist auch der Ausgabepunkt zu berücksichtigen. Je nach Konzept können zusätzliche Elemente wie eine Kaffeestation, ein Tassenwärmer oder weiteres Zubehör erforderlich sein.
Damit entsteht eine deutlich bessere Entscheidungsgrundlage als durch den reinen Vergleich von Literangaben und Anschlusswerten.
Unterschiedliche Konzepte statt einer Lösung für alle
Die Anforderungen an die Kaffeeversorgung sind je nach Einsatzbereich, wie beispielsweise Hotel, Frühstücksbereich, Café, kleiner gastronomischer Betrieb oder Tagungsbereich, sehr unterschiedlich.
Die Rundfiltermaschinen des Modells SAROMICA 6005, 6010 und 6015 bieten die Möglichkeit, die Zubereitung, Warmhaltung und Ausgabe größerer Kaffeemengen in einem Gerät zu vereinen.
Die SAROMICA K 24 T arbeitet mit einzelnen Glaskannen und Warmhalteplatten und ermöglicht damit eine stärker portionierte Zubereitung.
Bei der SAROMICA THERMO 24 wird der Kaffee direkt in eine Isolierpumpkanne gebrüht. Dadurch ist es möglich, die Ausgabe räumlich von der Zubereitung zu trennen.
Produkte wie die Kaffeestation LEO 2 und der Tassenwärmer ATHOS ergänzen schließlich nicht die Zubereitung selbst, sondern die Organisation rund um die Ausgabe.
Für Gastronomen und Hoteliers bedeutet dies, dass die Ausstattung möglichst vom tatsächlichen Betriebsablauf aus gedacht werden sollte. Für den Fachhandel bietet genau diese Unterscheidung eine gute Basis, um den Bedarf des Kunden einzuordnen und geeignete Komponenten zusammenzustellen.
Der Tag des Kaffees ist ein idealer Anlass, um nicht nur das Getränk selbst, sondern auch die dahinterstehende Technik und Organisation zu betrachten.
Bitte beachten Sie, dass Sie das vollständige Sortiment in der Kategorie „Kaffeemaschinen und Zubehör“ finden.
Quellen
¹ Deutscher Kaffeeverband e. V.: „Tag des Kaffees“, 2026 https://www.kaffeeverband.de/de/tag-des-kaffees
² Deutscher Kaffeeverband e. V.: „Deutscher Kaffeemarkt 2025“, veröffentlicht 2026. https://www.kaffeeverband.de/de/presse/deutscher-kaffeemarkt-2025-stabil-segment-ganze-bohne-in-zehn-jahren-mehr-als-verdoppelt-all-time-high-konsum-ausser-haus
